Der Louvre

Der Louvre ist sicherlich eines der bekanntesten und dazu das drittgrößte Museum der Welt mit ca. 60.000 m² Ausstellungsfläche. Der ehemalige Königspalast im Zentrum von Paris ist u-förmig gebaut und beeindruckt schon alleine durch seine Bauweise. Im Innenhof befindet sich die im starken Kontrast zum Hauptgebäude stehende Glaspyramide, die als Haupteingang genutzt wird und zu einem der Wahrzeichen von Paris geworden ist. Sie entstand unter dem französischen Präsidenten Francois Mitterand und wurde von den Parisern lange Zeit als Käseglocke verspottet. Ca. sechs Millionen Besucher kommen jährlich aus aller Welt, um den Louvre und seine Kunstwerke zu besichtigen. Der Eintritt ist täglich außer Dienstags zwischen 9 und 18 Uhr, montags in einem kleineren Teil des Museums und mittwochs und freitags im ganzen Museum bis 22 Uhr zu einem Preis von neun Euro möglich.

Die Geschichte des Louvre

Als der Louvre im 12. Jahrhundert erbaut wurde, war der Zweck der damaligen Festung der Schutz des rechten Seineufers. Im 14. Jahrhundert ließ Karl V das Gebäude in einen bewohnbaren Palast umwandeln, um als erster von vielen Königen und Regenten dort zu residieren. Heinrich II war dann im 16. Jahrhundert der erste König, der den Louvre nach diversen Erweiterungen zum Hauptwohnsitz der französischen Könige machte. Ludwig XIV brach mit dieser Tradition und zog nach Versailles um. Erst Ende des 18. Jahrhunderts hielt die französische Revolution den Verfall des Louvre auf. Die Nationalversammlung beschloss, dass das Gebäude fortan als Museum genutzt werden sollte. Napoleon zog zwar wieder in die Residenz ein, jedoch wurde der Louvre auch während dieser Zeit als Museum genutzt und gewann zunehmend an Bedeutung.

Der Louvre und seine Kunstwerke

Im Louvre sind in den Jahrhunderten mehr als 380.000 Werke gesammelt worden. Besonders bekannt ist das Museum durch seine griechische und römische Antikensammlungen, die Abteilungen der italienischen Renaissancemalerei und der flämischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, aber auch durch die der französischen Malerei des 15. bis 19. Jahrhunderts geworden. Das bekannteste Kunstwerk dürfte dabei da Vincis "Mona Lisa" sein. Aber auch die weltberühmte Mamor-Statue "Venus von Milo" kann im Louvre besichtigt werden. Jan Vermeer van Delfts "Die Spitzenklöpplerin", Albrecht Dürers "Selbstbildnis mit Eryngium", Guido di Pietros (besser bekannt als Fra Angelico) "Die Krönung der Jungfrau" und die Sphinx des Königs Amenemes II sind weitere weltweit bekannte Kunstwerke.